22 Jun, 2022

Ready to takeoff

2022 wird das Jahr sein, in dem ich im August zum Gardasee gehen werde. Ehrlich gesagt weiß ich nach all den Fehlversuchen wieder mal nicht, wie und mit welcher Mobilitätshilfe ich gehen werde, aber ich werde es wagen und einfach mal losgehen/losrollern.

Meine Sehnsucht nach Südtirol und Italien ist so groß, das ich es einfach jetzt machen muss. Mein gesundheitlicher Zustand ist desolat, aber was solls …Jetzt oder nie!

Ich werde also nach dem 20. Juli 2022 von Berlin aus in Richtung „Dad“ ins Allgäu aufbrechen. Mit dabei werden Boris, mein weißer Schäferhund, Chewie, die Fußhupe, mein Klappi und alle Dinge für mein Abenteuer sein und ganz wichtig mein ErgoFlix.

Die Hersteller haben mir von dieser Reise mit dem ErgoFlix abgeraten …ich werde es trotzdem versuchen.

Ich habe mir eine sehr große Dachbox besorgt, in der ich viel unterbringen kann, so dass ich den Innenraum des PKWs für Boris, Chewie und meiner Wenigkeit frei halten kann.

Der Klappi wird bei Dad stehen bleiben. Es wird das Zuhause für Boris, der aufgrund seines Alters nicht mit kann und deshalb bei Dad bleibt.

Ich werde mit Chewie meine Reise beginnen. Geplant ist ab Füssen täglich soviele Kilometer zu machen, wie die Akkus meines eRollis schaffen. Ich rechne mit 20-30 km pro Tag. Mein Optimismus ist kaum zu bremsen! Übernachten werde ich in meinem Auto, mit einem Heckzelt und offener Heckklappe. Mein eRolli wird also trocken stehen. Meine Übernachtungsplätze hoffe ich auf Reiterhöfe oder kleinen Hütten machen zu können. Au0ßerdem hoffe ich dort jeweils auf Menschen zu treffen, die mit nachts nicht nur Strom zum Laden meiner Akkus geben, sondern zusätzlich mir meinen PKW 20-25 km weiter an den neuen Übernachtungsplatz fahren.

Es wird Streckenabschnitte geben, die ich mit dem eRolli tatsächlich nicht fahren kann. Diese Strecken werde ich mit dem PKW umfahren und mir an diesen Tagen die Gegend genauer anschauen.

Entlang der Via Claudia Augusta gibt es viel Dinge zu entdecken. Die Komoot-App auf meinem Handy wird mit täglich Aufschluss darüber geben, was mich erwartet. Sollte dennoch mal eine Strecke für mich nicht zu bewältigen sein, kann ich jeder Zeit zurückfahren und am nächsten Tag die neue Tagesstrecke angehen. Flexibilität ist wohl dringend von Nöten auf meiner Reise!

Auf diese Weise werde ich mich Schritt für Schritt dem Gardasee nähern. Geplant sind 3 Wochen für 400 km.

Ich werde also irgendwann im August am Gardasee ankommen. Damit ihr alle meine abenteuerliche Reise verfolgen könnt, werde ich auf der Plattform von Komoot meine Wege und Teilabschnitte dokumentieren. Ihr habt da auch die Möglichkeit für Kommentare und ich kann euch jetzt schon sagen, ich werde mich über jeden einzelnen freuen, denn ich glaube, an manchen Tagen benötige ich echte Motivationen.

Wie gesagt, begleiten wird mich nur Chewie. Ich hoffe, dass seine krummen Beine die 400 km schadlos überstehen.

Chewie, Sohn von Yohda *17.01.2021

Bin mir nicht ganz sicher, ob Chewie die ganze Aktion so richtig toll finden wird, da seine Lieblingsbeschäftigung TV schauen ist. Da er jedoch noch sehr jung ist und obendrein auch etwas hyperaktiv, wenn er mal sein Bett verlässt, hoffe ich, dass er neue Lieblingsbeschäftigungen, nämlich Alpenüberquerungen, entdeckt. Er ist ein sehr aufgeschlossener, völlig angstfreier Hund und wenn seine überaus krummen Beine nicht mehr wollen, dann wird er eben auf meinem Schoß sitzend den Weg mit mir rollern!

4 Mai, 2022

Meine Reise zu meinem Dad in’s Allgäu

Die Fahrt

Was soll ich euch sagen, ich habe eine kleine Reise gemacht zu meinem Dad ins Allgäu. Ich war gespannt auf die Alpen und die Luft dort, soll ja gut bei COPD sein und ich hoffte auch was zu spüren, also das ich besser durchatmen kann.

Die Fahrt begann um 3:15 in der Nacht. Das Auto war bereits gepackt. Ich trat vors Haus und was sehe ich….der Bauwagen der Parkranger brannte lichterlos. Dieser steht ca. 10 m vom Haus entfernt, direkt neben dem Häuschen in dem die Stromverteilung der Häuser ist.

Ich also ans Telefon, Feuerwehr rufen. Soweit so gut…sie wollten gleich da sein; ich solle warten!

25 Min. später 2. Anruf zur Feuerwehr …. unglaublich und auch die Polizei hatte es nicht eilig.

Dann endlich kamen sie, inzwischen kurz vor 4 Uhr nachts; von der Polizei weit und breit nichts zu sehen.

Ich bin dann mal los, Richtung Allgäu vor mir lagen immerhin 8 Std. Fahrt.

Nach 5 Stunden völlig erschöpft, Rast auf einem Parkplatz. Nach nur 2 Min. schrecke ich hoch. Der Parkplatz lag an einer ICE Strecke und alle 8 Minuten kam ein Zug vorbei.

50 km weiter, immer noch saumüde, nächster Parkplatz, kein Stellplatz im Schatten. Boris hechelt wie blöd…..

Nächster Parkplatz….50-70 km weiter endlich auch Schatten….Hunde tränken und dann mal eine Mütze Schlaf …..keine 10 Minuten Ruhe und mein Telefon klingelt ….mit einem Auge schau ich aufs Display ….Marilyn ….ich geh ran und sie sagt: “ Hallo Mama, bist du schon weg? Ich brauch dringend eine Mehrfachsteckdose!“ Ich atme tief durch und antworte: “ Dann geh dir eine kaufen!“ Sie dann so: „Aber warum soll ich eine kaufen, wenn du so viele hast, ich komm vorbei!“ Ich dann: „Bin schon weg und versuche ein wenig zu schlafen! Marilyn wieder: „Och das ist blöd, kannst du nicht schnell noch mal zurückkommen?“ Ich wieder völlig entnervt: „Nee kann ich nicht und außerdem will ich kurz schlafen. Geh und kauf dir eine Steckdose! Ende jetzt! Anruf beendet!

Mit schlafen war dann nichts mehr. Ich also weiter wieder so um die 50-70 km. Erneuter Versuch eine Stunde zu schlafen. Kaum ruht mein Kopf in halbsitzender Haltung klingelt das Handy…ich fluche kurz und mein Handy sagt: „Eingehender Anruf von Daddy!“ Ich geh ran und Daddy fragt freundlich: “ Na wo bist du denn schon?“ Ich darauf: „Warte ich frag meine Handy!“ und mein Handy sagt: „Landsberg/Lech in 7 km. Darauf mein Dad: „Na die 15 km schaffst du auch noch. Ich mach schon mal ein Kaffee!“ und dann legt er auf und ich sitze, halb liegend und überlege kurz wie viele 50-70 km Stopps man hinlegen muss, um letztendlich nahezu vor Daddy Tür zu stehen.

Plötzlich war meine Müdigkeit wie weggeblasen und 15 km motivierten mich wie doll!

20 Minuten später parkte ich vor seinem Haus, die Hunde durften raus und mein Kaffe stand bereits duftend auf einem Holzstapel. Nach 18 Jahren stand Daddy vor mir; breit grinsend und irgendwie waren wir beide in diesem Moment sehr glücklich.

Die Berge

Das was man im Allgäu erwartet ist …. richtig die nahen Berge und das man z.B. von Kaufbeuren aus, sie schon sehen kann, weil … wieder richtig, die Berge so groß sind!

Ich kam bei Sonnenschein an und man konnte sie durch ein wenig Nebel bereits sehen. Aber voller Erwartung freute ich mich auf den übernächsten Tag, an dem wir nach Tirol / Österreich wollten. Da sollte ich den Bergen sehr nah kommen … dachte ich!

Am nächsten Tag immer noch Sonne, nahezu 20 Grad. Die Berge mit Schleier zu sehen … ich freute mich auf den nächsten Tag!

Nächster Tag! Nieselregen! Berge verschwunden! Außer Wolken nichts zu sehen. Ab nach Österreich!

In Österreich … Wolken … nix wie Wolken … ich habe unzählige Wolken fotografiert ….hier das Ergebnis meines Ausfluges

Reutten / Österreich
Oben Wolken … unten Wolken … nix wie Wolken … ich will nach Hause!

4 Mai, 2022

Bei Diabetes hilft Dinkel & Beeren

Bei Diabetes sind nachfolgende Lebensmittel sehr zu empfehlen:

  • Dinkelkörner, Dinkelvollkornbrote, Obst & Gemüse, Dinkel-Kleiebrötchen
  • Frische Fische und Hühnerleber
  • Kopfsalat mit Dinkelkörner
  • Beeren aller Art
  • Naturbelassener kaltgepresstes Sonnenblumenöl, Butter, fettarme Suppen
  • Frische Kräuter & Gewürze (Zimt, Muskat, Galgant, Bertram, Quendel, Knoblauch)
  • wenig Salz
  • Buttermilch
  • Fenchel- und Bohnenschalentee, Dinkelkaffee, trockene Süßweine, Riesling-Weine, trockener Sekt
  • Fruchtzucker ( 12g = 1 BE) Rosinen, Früchte zum Süßen,
  • Säuerliche Apfelsorten
Der Unterschied zwischen Dinkel und Weizen https://www.all-in.de/kempten/c-lokales/was-ist-der-unterschied-zwischen-dinkel-und-weizen_a5019600

Tagesmenü

morgens: Dinkelkörner-Frühstück mit Apfelkompott und Zimt oder Dinkelbrötchen mit Dinkelkaffee

mittags: Dinkelgrieß Gemüsecremesuppe, Auflauf mit Gemüse oder Apfelklöße

abends: Vegetarische Brotaufstriche, Rote Beete Timbale

Dieses Tagesmenü ist super, DENN es ist kombinierbar mit anderen Dingen. Alleine der hohe Dinkelanteil gibt euch die Möglichkeit eure eigenen Genuss-Lebensmittel damit zu vereinen.

Viel Spaß

https://www.alnatura.de/de-de/rezepte/suche/dinkel-gemuese-auflauf-105333/ Dinkel-Gemüse Auflauf
Rindernacken mit Dinkel https://www.falstaff.de/rd/r/rindernacken-mit-dinkel-und-marinierter-tomate/

Wenn ihr ganz spezielle Fragen habt oder über Eure Ernährung Eurem Körper was Gutes tun wollt, dann schreibt mich einfach an oder hinterlasst einen Kommentar!

4 Mai, 2022

ErnährungsHilfen

Bei nahezu allen Erkrankungen kann man mit einer Ernährungsumstellung viel erreichen. Ich behaupte nicht, dass man damit die Erkrankung heilen kann, ABER konkret ausgewählte Lebensmittel können helfen die Medikationen zu verringern oder sogar völlig einzustellen.

Ich selbst habe ein paar sehr große Baustellen und beschäftige mich seit Jahren mit der Ernährungslehre u.a. der von Hildegard von Bingen, aber auch mit der TCM (trad. chin. Medizin)

Nicht immer ist eine aufwendige Diät auch alltagstauglich. Ich habe mir zur Aufgabe gemacht die Ernährung so einfach wie möglich zu gestalten und auch für meine häufigen Reisen machbar zu machen.

Somit findet ihr auf meinem Blog immer mal wieder Rezepte, hilfreiche Kräuter aus der Natur oder auch andere Hilfsmittel, mit denen ihr teilweise eure Lebensqualität erhöhen könnt.

Ich möchte mich hier an dieser Stelle ausdrücklich dafür aussprechen, dass von mir genannte Lebensmittel, wie auch Kräuter oder andere Therapien nichts mit der esoterischen Szene zu tun haben und ich mich auch in die Kreise von HeilerInnen NICHT hinzuzählen möchte.

Ich bin ein Mensch, der aufgrund seiner eigenen Erkrankungen und der Ausbildung als TCM-Tierheilpraktikerin (1999) seine Möglichkeiten und das erworbene Wissen nutzen möchte, um alternative Methoden, neben der Schulmedizin, auszuprobieren möchte, um mehr Lebensqualitäten zu bekommen. Trotz schwersten Verläufen meiner Erkrankungen sitze ich zwar seit Dezember 2021 im Rollstuhl, um Strecken über 200 m zurückzulegen, bin aber dennoch selbstständig unterwegs.

Nach wie vor liebe ich es zu campen; neue Menschen und Orte kennenzulernen und mich auch schon mal in das ein oder andere Abenteuer zu stürzen (siehe Alpenüberquerung im Rollstuhl). Um all das so lange wie möglich aufrecht erhalten zu können, musste ich sehr früh erkennen, dass die Schulmedizin alleine nicht helfen kann. Mit meinem Wissen aus der TCM habe ich begonnen mir meinen eigenen Weg zu suchen und ich glaube, dass ich auch fündig geworden bin. Trotz Diabetes, Sauerstoffunterversorgung, Niereninsuffizienz und COPD lebe ich heute ein relativ normales Leben mit wenigen Einschränkungen. Ich glaube auch, dass man nicht generell ein Patentrezept ausstellen kann, denn jeder Körper reagiert anders auf Medikamente, Therapien und Lebensmittel. Ich für meinen Teil habe mich mit sehr kleinen Schritten an dieses Thema herangearbeitet und meinem Körper auch die Zeit gelassen damit umzugehen und darauf zu reagieren. Meine Lebensqualität hat sich dadurch verbessert und ich kann heute auch schon mal über die Stränge schlagen, ohne am nächsten Tag die Folgen erwarten zu müssen.

Da ich ein absoluter Fleischesser bin, ist es mir zu beginn sehr schwer gefallen meine Bedürfnisse mit dem besten für mich hilfreichen Lebensmittel in Einklang zu bringen. Inzwischen weiß ich jedoch, dass Lebensmittel nicht in gut und böse unterteilt werden müssen. Alleine die Tatsache, dass ich mich mit vielen hilfreichen Lebensmittel ernähre, gibt mir die Möglichkeit meinem Wunsch nach Fisch, Fleisch und tierischen Eiweißen und Proteinen nachkommen zu können. Ich persönlich habe mir zur Regel gemacht, dass alle meine Speisen zu 2/3 aus hilfreichen und 1/3 aus nicht so hilfreichen Lebensmittel bestehen sollen. Das klappt mal mehr mal weniger.

Darüber hinaus sollte jedoch auch die Seele irgendwie gefüttert werden. Zu Beginn meiner „kostenaufwendigen Diät“, wie es bürokratisch genannt wird, war ich der Verzweiflung nahe und dementsprechend waren auch die Erfolge. Im Inneren wehrte ich mich gegen alles und jeden. Meine Abneigung war so groß, das eben auch die allerbesten und hilfreichen Lebensmittel keinen Erfolg haben konnten. Irgendwann verabschiedete ich mich von meinem Ernährungsplan der Schulmedizin und nahm die Sache selbst in die Hand. Ab diesem Zeitpunkt wurde es Woche um Woche besser und ich fand meinen Weg, den ich im Kopf und in der Seele auch annehmen konnte. Gleichzeitig war ich dann auch in der Lage meine Erkrankungen zu akzeptieren und ein Leben mit veränderten Ernährungsplan zu leben.

Insgesamt habe ich bis zu diesem Punkt der Akzeptanz nahezu 3 Jahre gebraucht. Also bitte nicht zwischendurch aufgeben! Meine Weg in diesen 3 Jahren führte auch 5 Schritte vor und wöchentlich mindestens wieder 3 Schritte zurück.

Man sollte bedenken, dass wir hier in unserem Kulturkreis und natürlich auch Generationenbedingt geprägt wurden. Ich wurde 1961 geboren und wurde geprägt von Überfluss. Man konnte immer und überall alles kaufen und dementsprechend auch alles essen und trinken. Wenn dann nach über 50 Jahren eine Erkrankung kommt, die einem sagt:“ Dies oder das darfst du nicht mehr essen oder trinken; wenn Nutella nahezu tabu ist und Fleisch & Co als Fehlernährung gilt!“ dann kommt man schon mal an seine Grenzen.

Aber so ist es ja nicht! Ein Arzt sagte mir mal: „Es ist für dich schädlicher nur das zu essen und zu trinken, gegen das sich dein Körper mit aller Gewalt wehrt, als das zu essen was eigentlich schädlich für dich ist, dein Körper es aber als Genuss sieht!“

Man muss seinen eigenen Weg in Sachen Ernährungsdiäten finden und dann kann man Essen auch wieder als Genuss empfinden! Und ich persönlich glaube es ist der einzige Weg, um auch dann noch glücklich mit sich selbst sein zu können!

4 Mai, 2022

Blackfeet Indian Nation

Das Schwarzfußindianer-Reservat, englisch Blackfeet Reservation, ist ein Indianerreservat der Blackfeet Nation (Südliche Piegan bzw. Amsskaapipikani) im Nordwesten des US-Bundesstaats Montana. Die Blackfeet Nation ist die größte indianische Bevölkerungsgruppe in Montana. Größte Stadt im Reservat und zugleich Verwaltungssitz der indianischen Regierung ist Browning.

Mit dem Vertrag von Fort Laramie 1851 wurde – ohne deren Einwilligung – ein Reservatsgebiet für die Blackfeet in Montana ausgewiesen. Die Fläche war deutlich größer als das heutige Reservat. Im Jahr 1855 schlossen die Blackfeet (wie auch die benachbarten Confederated Salish and Kootenai Tribes) einen Reservatsvertrag mit der amerikanischen Regierung. Verhandlungen über früheres Stammesgebiet südlich des Missouri Rivers scheiterten. Von 1873 bis 1896 wurde das Reservat mehrfach verkleinert, teilweise für eine nichtindianische Besiedlung geöffnet, und zuletzt wurde das Gebiet des heutigen Glacier Nationalparks ausgelagert.

2006 bekamen die Blackfeet das in historischen Verträgen verbriefte Recht zugesprochen, nördlich des Yellowstone-Nationalparks in Teilen der Absaroka-Beartooth Wilderness aus kulturellen Gründen wieder Bisons zu jagen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Blackfeet_Indian_Reservation

https://tribalnations.mt.gov/blackfeet

PDF about

Montana Indians Their History and Location

Native Partnership

https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Glacier_County

24 Apr, 2022

Alte Römerstrasse via Claudia Augusta

Quelle

Wenn man bedenkt wie alt diese Strasse ist, erzeugt es schon etwas Ehrfurcht in mir.

Auf meiner interaktiven Karte habe ich mir den Streckenverlauf dieser römischen Strasse durch die Alpen abgesehen und sie als „machbar“ eingestuft.

Wie man in der Legende sieht ist die Gesamtstrecke 409 km lang und ich habe bei der Berechnung ein Tagesziel von ca. 30 km Tagesstrecke angegeben. Ich denke mit einem Rollstuhl müssten 30 km täglich zu schaffen sein. Dies bedeutet, dass ich ca. 2 Wochen für die Strecke benötigen würde.

Es wäre nun mal an der Zeit mir zu überlegen, ob ich alleine reisen möchte, wo und wie ich übernachten möchte, ob ich nun nur mit Chewie gehe oder ob ich mir tatsächlich noch ein Pferd, Muli oder Esel suche.

Ich bin hin und her gerissen, zwischen all den Möglichkeiten und kann mich nicht so recht entscheiden. Alle Optionen haben eben neben den Vorteilen auch Nachteile. Mit Pferd wird es viel schwerer werden, Unterkünfte zu finden; andererseits kann mich so ein Vierbeiner auch mal ziehen, wenn meinem Akku die Luft ausgeht. Ein weiter Punkt liegt eher im emotionalen bei mir. Sollte mir tatsächlich irgendjemand einen Vierbeiner zur Verfügung stellen und ich dann eben 2 Wochen lang mit diesem Tier durch die Alpen roller, bin ich danach wirklich bereit ihn wieder zurückzugeben?

14 Tage Zusammensein heißt eben auch 14 x 24 Std. Abenteuer; gemeinsame Erlebnisse, Problemüberwindung und Annäherung. Die größte Entscheidung, die ich jetzt treffen muss, ist eben nicht einfach mit oder ohne Pferd, sondern vielmehr bin ich bereit die Konsequenzen aus diesen 14 Tagen mit dem Pferd zu tragen?

  1. Wäre ich bereit es danach wieder abzugeben?
  2. Wäre ich bereit mit meinem sehr beschränkten monatlichen Budget auch danach die Kosten für ein Pferd zu tragen, bzw. dafür auch Berlin zu verlassen um mit meinem Pferd an einem Ort zu leben, wo es uns allen gutgehen kann?

Boah, mein Plan sah zu Beginn einfach nur den Weg über die Alpen bis zum Gardasee vor. Und jetzt entwickelt sich eine Grundsatzentscheidung daraus!

Grundsätzlich ist es schon schwer genug, um mit einem Rollstuhl die Alpen zu überqueren. Das Zubehör dafür habe ich ja nun auch noch nicht und scheinbar bekomme ich auch nirgend Hilfe dafür. Für mich könnte es DIE Reise meines Lebens werden, gerade deshalb, weil ich nun nicht einfach laufend die Strecke bewältigen kann. Für alle Menschen, die ich angesprochen habe und um Hilfe gebeten habe, scheint es NIX zu sein. Niemand hat wirklich begriffen, wie wichtig mir diese Reise ist!

8 Dez, 2021

Selbstbeschreibung aus 2012 …stimmt irgendwie immer noch!

Ich bin wie ich bin!

hört sich im ersten Moment sehr einfach an, aber über Jahrzehnte sich selbst treu zu bleiben ist verdammt schwer und es kommen immer wieder Zweifel in einem hoch, ob es nicht doch die Art & Weise der Eigenvermarktung ist, die einem immer wieder an seine Grenzen führt.

Zwei meiner Kinder haben mir deshalb die Freundschaft gekündigt….

Update 2021: vier meiner Kinder haben mir die Freundschaft gekündigt; eine davon findet mich sogar toxisch…ups… irgendwie höre ich dabei die Stimme ihres Vaters!

  • die Eine kann nicht akzeptieren, das ich nicht erwachsen werden will und auch heute noch, mit über 50 Jahren meinen eigen Klamottenstyle hartnäckig verteidige…
  • Die Andere hat sich von der ersten Meinung anstecken lassen und füllt sich verlassen und vernachlässigt…für sie bin ich toxisch, was immer das auch heißen mag.
  • Eine weitere durfte mich erst gar nicht kennenlernen…lange Geschichte an der meine Mutter maßgeblich beteiligt war.
  • Und 4 Kind ist aktuell so sehr hormongesteuert, dass eine tatsächliche Kommunikation bereits am Ohreneingang jäh gestoppt wird und erst gar nicht in die eigentlichen Gehirnregionen vordringen kann.

Alle haben irgendwie recht und dann doch wieder nicht, denn alle vergessen bei ihren Aussagen über mich, dass ich nicht nur ausschließlich Mutter bin, sondern auch ein eigenständiger Mensch mit eigenen Bedürfnissen, die ich nahezu 32 Jahre lang unbeachtet gelassen habe. Natürlich stellen Kinder andere Erwartungen an Eltern, als das Freunde tun, aber alleine die Tatsache daß man Mutter ist, heisst nicht das ab dem Zeitpunkt der 1. Geburt ein selbstbestimmtes Leben bis zum Tod ausgeschlossen wird. Alles hat seine Zeit; eigene Kindheit, Jugend, Partnerin, Ehefrau, Betrogene, Geschiedene, Alleinerziehende, Geliebte, Lebensabschnittsgefährtin (LOL), Single, Bestagerin und nun eben Junge Seniorin.

Nach der ersten Schmerzbewältigung und einem letzten Versuch den Schaden auf ein Minimum zu begrenzen, bin ich gescheitert und musste notgedrungen die Realität akzeptieren. Hab ich jetzt getan; zieht aber auch Folgen für die Kinder nach sich, was sie erneut brutal kommentieren, weil ihre emotionale Erpressung aufgeflogen ist und sie der Meinung sind, dass Angriff die beste Verteidigung ist!

Ich habe mich selten der Realität gebeugt, bin definitiv nicht demütig im eigentlichen Sinne, aber deshalb nicht weniger liebenswert. Es gibt Menschen in meinem engeren Umfeld, die genau das am mir mögen; mehr noch die mich dafür sogar lieben! Überhaupt schenkt einem das Leben immer mal wieder Menschen, die viel wertvoller sind, als jede bucklige Verwandtschaft

Nun bin ich 50 (Update 2021: 60) und die Wahrheit ist, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben nun ICH bin und das auch ganz bewusst sein darf!

In den Jahren davor war ich

  • Tochter ~ nach Aussagen meiner Mutter eine Schlechte
  • Ehefrau ~ mit wenig Geduld und Verständnis für Unzulänglichkeiten
  • Mutter ~ das Hilfesyndrom hat immer noch nicht aufgehört und scheint mir ein Charakterzug geworden zu sein
  • Unternehmerin ~ noch das Beste an all den Herausforderungen, weil da bekam ich wenigsten Bestätigung und Anerkennung.

Ich war immer auf dem Sprung, immer bereit wie eine Löwin für meine Ziele und Herausforderungen, ohne Nachdenken, zu kämpfen. Menschen, die mir am Herzen lagen oder immer noch liegen, können sich blind auf mich verlassen und Solidarität & Loyalität sind für mich Dinge, die nicht nur angepriesen werden wollen, sondern täglich gelebt werden müssen.

Nun also, seit 2010 darf ich endlich ICH sein!

Zu Beginn, dieser Lebensphase, war ich denn doch etwas erschrocken über all die Freiheiten, die man dabei genießen kann. In manchen Situationen fühlte ich mich auch total überfordert und wollte am liebsten zurück unter meine Tarnkappe, die mir meine Mutter, meine Ehemänner, meine Kinder und nicht zuletzt auch meine Geschäftspartner immer schön aufgesetzt haben, weil es war ja so bequem eine Chaosmanagerin im Hintergrund zu haben, der man sich weder rechtfertigen musste, noch sich groß mit ihr auseinandersetzen müsste. Ich war halt einfach da! Ich habe existiert…aber nicht gelebt… Chaos beseitigt, so manchen Großbrand gelöscht, Tränen getrocknet, Zuversicht verbreitet und Hoffnung in Dauerschleife gesät. Und bei all diesen Tätigkeiten haben Alle mich vergessen… einschließlich ich mich selbst!

Und dennoch habe ich mich unter meiner Tarnkappe weiterentwickelt. Habe nie aufgehört zu lernen. Habe immer schön meine Wahrnehmung und meine Logik gespeist und letztendlich habe ich mich damit, mit Sicherheit unbewusst, auf ein Leben ohne all die Quälgeister vorbereitet.

Ich bin wie ich!

  • Unbequem, weil ich meine eigene Meinung habe und diese auch vertrete!
  • Exentrisch, weil es ist so geil endlich tun und lassen zu können, was man will
  • Extrovertiert ~ was soll’s, wer damit nicht klar kommt, kann ja gehen
  • Kommunikativ ~ meine Rhetorik ist teilweise echt behandlungsfähig
  • meine emotionale Intelligenz ist löchrig wie ein Schweizer Käse, wobei ich befürchte, dass dieser Käse mehr Löcher wie Käse aufweist
  • Kreativ ~ manchmal muss es einfach raus. dann schreib ich, male, fotografiere, gestalte Aktfotografien, modelliere….alles nach was mir der Sinn steht. Nichts hab ich richtig gelernt und deshalb ist es auch immer laienhaft, aber es muss raus….und dann geht es mir auch wieder besser! Selbsttherapie!
  • Ich halte mich für ein Visionär ~ denn mein Denken ist immer groß, meine Ideen besetzen immer Nischen und die Tatsache, das dabei meine beiden Gehirnhälften auf Hochtouren laufen, machen die ganze Angelegenheit nicht immer schwerer.
  • UND ich widerspreche meiner Mutter ~ MAN KANN MICH LIEBEN! ….so wie ich bin! (Scheiße tut das gut, es endlich mal auszusprechen!)

weil    I c h   b i n   w i e   i c h   b i n !

11 Nov, 2021

News ohne Breaking

Part one

Die neue Strecke über die Alpen bis zum Gardasee wird nicht mehr 900 km, sondern nur noch knapp 400 km lang sein und ich werde diese Strecke alleine gehen. Mein Team besteht aus einem Pferd und meinem Hund Chewie.

Boris mein weißer Schäferhund, wird mich wegen seines Alters nicht begleiten, wird aber, sollte er bis zum Start noch leben, im Begleitfahrzeug mitfahren, so dass wir ihn immer abends treffen und er mit uns übernachten kann.

Der Start wird definitiv von Friesenried aus sein. Sehr wohl werde ich kurzfristig noch entscheiden, ob ich mich vor meinem Abritt eine Woche lang im Pullman City Bayern aufhalten werde, um Fans und Unterstützer die Möglichkeit zu geben, mich meine Tiere und das Projekt an sich zu promoten.

Friesenried in Bayern liegt ziemlich abseits. Von dort aus kann ich in aller Ruhe den Start vorbereiten und auch das Pferd kann dort untergebracht werden.

Da ich nur ein relativ enges Zeitfenster habe, um schneefrei über die Alpen zu kommen, was dringend erforderlich ist, wird der Start wohl Mitte Juli sein. Dies würde bedeuten das ich ungefähr zu meinem Geburtstag, am 17.08. am Gardasee ankommen würde. Somit wäre ich ca. 31 Tage unterwegs. Rechnerisch ergibt sich damit eine Tagesstrecke von 12-15 km pro Tag. Ich denke dies ist realistisch, denn immerhin bin ich mit einem Rolli unterwegs und werde lediglich in Steigungen von meinem Pferd gezogen, um den Rolliantrieb zu schonen.

Outdoor Rolli der Firma Moos aus Merzig/Saarland moosistdas.de

Das Begleitfahrzeug wird entweder von meinem Dad Peter oder einem Schulfreund von mir Ralf gefahren. Im Begleitfahrzeug wird alles transportiert, was für die Übernachtungen notwendig ist, außerdem Heu und Futter für die Tiere. Das Begleitfahrzeug wird nicht hinter uns herfahren, sondern wird z.B. meinen Trigano Chantilly, ein Klappanhänger, in dem ich übernachten werde, aber auch den Pferdeanhänger, jeweils zu den Übernachtungsplätzen bringen.

Auf dem Packsattel

werde ich tatsächlich nur das mitnehmen, was ich für den aktuellen Tag benötige. Durch seine Konstruktion bietet dieser Packsattel mir aber auch die Möglichkeit, mich direkt, falls notwendig an das Pferd einzuhängen, um mich ziehen zu lassen

10 Nov, 2021

Ein Rolli, ein Pferd und ein Hund

  1. kommt es anders, als man 2. denkt!

Das ist wohl die Überschrift von all den Ereignissen, die sich in den letzten Wochen, praktisch die Klinke in die Hand gegeben haben.

Begonnen hat es damit, dass ich von meinen Ärzten offenbart bekommen habe, dass wenn der aktuelle Krankheitsverlauf in dem aktuellen Tempo weiter geht, werde ich 2022 kaum noch selbstständig alleine laufen können.

Es ist ja nicht so, als hätte ich es nicht gewusst. Schon vor über einem Jahr wurde ich darauf hingewiesen, dass die Schäden an meiner Muskulatur nicht mehr aufhaltbar sei. Nun gut, die Schmerzen sind deutlich schlimmer geworden, mein Herz, was ja auch nur ein Muskel ist, hat vor ca. 3 Monaten begonnen Faxen zu machen, meine tägliche Medikation wurde angepasst…aber ich bin ja auch ein Meister der Ignoranz und mit dieser Fähigkeit, kann man Tatsachen schrecklich gut ausblenden. Jetzt jedoch, vor ca. 3 Wochen, bekam ich es so richtig dicke und in klaren Worten vor den Latz geknallt. Ignoranz war nicht mehr!

Ich gebe zu, ich brauchte tatsächlich mehrere Tage, um mich wieder ein zu bekommen. Eine Panikattacke löste die nächste ab. Ich heute, war wütend, verzweifelt und durchlief so alle emotionellen Ebenen, die ein Mensch nur haben kann. Ich sah meine Mobilität, meine Eigenständigkeit, ja sogar meine Freiheit bedroht und drehte völlig am Rad!

Dann kam ich wieder zu mir, mein Kopf, der mehrere Tage völlig leer war, begann wieder zu arbeiten, aber bis heute sind Ängste geblieben; Verlustängste, Zukunftsängste…Lebensängste!

Ich sah eigentlich nur eine einzige Möglichkeit, um meine Zukunft zu retten. Ich musste einen Ort finden, bei Pferden, behinderten gerecht und eventuell mit der Möglichkeit dort auch mit Pferden weiter arbeiten zu können. Es gab keine Alternative, außer mit Pferden zu leben und zu arbeiten. Ich startete einen Aufruf und tatsächlich meldete sich eine junge Dame aus Sachsen. Schöner Mist, ausgerechnet Sachsen. Ich fuhr hin, sah mir alles an; die zukünftige Wohnung auf dem Reiterhof, die Umgebung, der See, das Konzept der Ranch, die Gegebenheiten und Möglichkeiten, alles super…aber dieses Paradies lag in Sachsen! Mein Kopf sagte mach es, mein Bauch sagte lass es!

Zurück in Berlin, begann ich zu recherchieren, über Sachsen, die Region nahe Polen, dem Ort insbesondere. Erforschte Infrastruktur und Wirtschaftsdaten…und und und!

Daneben holte ich Informationen über Elektrorollstühle ein, schrieb und telefonierte mit der Krankenkasse und unzähligen Produzenten von Rollstühlen.

Dann fuhr ich nach NRW, weil da eine recht vielversprechende Stute stand, was ich mir hätte sparen können und als ich wieder in Berlin angekommen war, erreichte mich eine Nachricht, von einem Züchter, den ich vor Monaten einmal angeschrieben hatte, weil er mehrere Quarter Horses hatte, die zum Verkauf standen und die alle roan waren. Ich stellte den Kontakt her und wir telefonierten … recht lange.

Ich konnte es kaum fassen, sollte ich nun tatsächlich noch ein Roan-Pferd bekommen. Bereits in den frühen 1990ig träumte ich von einem Blue-Roan-Pferd, vielleicht sogar noch mit Hancockabstammung, aber auf jeden Fall ein Valentine und nun war ich ziemlich nah dran!

Und bei aller Euphorie vergaß ich fast mein Handicap.