ErnährungsHilfen

Bei nahezu allen Erkrankungen kann man mit einer Ernährungsumstellung viel erreichen. Ich behaupte nicht, dass man damit die Erkrankung heilen kann, ABER konkret ausgewählte Lebensmittel können helfen die Medikationen zu verringern oder sogar völlig einzustellen.

Ich selbst habe ein paar sehr große Baustellen und beschäftige mich seit Jahren mit der Ernährungslehre u.a. der von Hildegard von Bingen, aber auch mit der TCM (trad. chin. Medizin)

Nicht immer ist eine aufwendige Diät auch alltagstauglich. Ich habe mir zur Aufgabe gemacht die Ernährung so einfach wie möglich zu gestalten und auch für meine häufigen Reisen machbar zu machen.

Somit findet ihr auf meinem Blog immer mal wieder Rezepte, hilfreiche Kräuter aus der Natur oder auch andere Hilfsmittel, mit denen ihr teilweise eure Lebensqualität erhöhen könnt.

Ich möchte mich hier an dieser Stelle ausdrücklich dafür aussprechen, dass von mir genannte Lebensmittel, wie auch Kräuter oder andere Therapien nichts mit der esoterischen Szene zu tun haben und ich mich auch in die Kreise von HeilerInnen NICHT hinzuzählen möchte.

Ich bin ein Mensch, der aufgrund seiner eigenen Erkrankungen und der Ausbildung als TCM-Tierheilpraktikerin (1999) seine Möglichkeiten und das erworbene Wissen nutzen möchte, um alternative Methoden, neben der Schulmedizin, auszuprobieren möchte, um mehr Lebensqualitäten zu bekommen. Trotz schwersten Verläufen meiner Erkrankungen sitze ich zwar seit Dezember 2021 im Rollstuhl, um Strecken über 200 m zurückzulegen, bin aber dennoch selbstständig unterwegs.

Nach wie vor liebe ich es zu campen; neue Menschen und Orte kennenzulernen und mich auch schon mal in das ein oder andere Abenteuer zu stürzen (siehe Alpenüberquerung im Rollstuhl). Um all das so lange wie möglich aufrecht erhalten zu können, musste ich sehr früh erkennen, dass die Schulmedizin alleine nicht helfen kann. Mit meinem Wissen aus der TCM habe ich begonnen mir meinen eigenen Weg zu suchen und ich glaube, dass ich auch fündig geworden bin. Trotz Diabetes, Sauerstoffunterversorgung, Niereninsuffizienz und COPD lebe ich heute ein relativ normales Leben mit wenigen Einschränkungen. Ich glaube auch, dass man nicht generell ein Patentrezept ausstellen kann, denn jeder Körper reagiert anders auf Medikamente, Therapien und Lebensmittel. Ich für meinen Teil habe mich mit sehr kleinen Schritten an dieses Thema herangearbeitet und meinem Körper auch die Zeit gelassen damit umzugehen und darauf zu reagieren. Meine Lebensqualität hat sich dadurch verbessert und ich kann heute auch schon mal über die Stränge schlagen, ohne am nächsten Tag die Folgen erwarten zu müssen.

Da ich ein absoluter Fleischesser bin, ist es mir zu beginn sehr schwer gefallen meine Bedürfnisse mit dem besten für mich hilfreichen Lebensmittel in Einklang zu bringen. Inzwischen weiß ich jedoch, dass Lebensmittel nicht in gut und böse unterteilt werden müssen. Alleine die Tatsache, dass ich mich mit vielen hilfreichen Lebensmittel ernähre, gibt mir die Möglichkeit meinem Wunsch nach Fisch, Fleisch und tierischen Eiweißen und Proteinen nachkommen zu können. Ich persönlich habe mir zur Regel gemacht, dass alle meine Speisen zu 2/3 aus hilfreichen und 1/3 aus nicht so hilfreichen Lebensmittel bestehen sollen. Das klappt mal mehr mal weniger.

Darüber hinaus sollte jedoch auch die Seele irgendwie gefüttert werden. Zu Beginn meiner „kostenaufwendigen Diät“, wie es bürokratisch genannt wird, war ich der Verzweiflung nahe und dementsprechend waren auch die Erfolge. Im Inneren wehrte ich mich gegen alles und jeden. Meine Abneigung war so groß, das eben auch die allerbesten und hilfreichen Lebensmittel keinen Erfolg haben konnten. Irgendwann verabschiedete ich mich von meinem Ernährungsplan der Schulmedizin und nahm die Sache selbst in die Hand. Ab diesem Zeitpunkt wurde es Woche um Woche besser und ich fand meinen Weg, den ich im Kopf und in der Seele auch annehmen konnte. Gleichzeitig war ich dann auch in der Lage meine Erkrankungen zu akzeptieren und ein Leben mit veränderten Ernährungsplan zu leben.

Insgesamt habe ich bis zu diesem Punkt der Akzeptanz nahezu 3 Jahre gebraucht. Also bitte nicht zwischendurch aufgeben! Meine Weg in diesen 3 Jahren führte auch 5 Schritte vor und wöchentlich mindestens wieder 3 Schritte zurück.

Man sollte bedenken, dass wir hier in unserem Kulturkreis und natürlich auch Generationenbedingt geprägt wurden. Ich wurde 1961 geboren und wurde geprägt von Überfluss. Man konnte immer und überall alles kaufen und dementsprechend auch alles essen und trinken. Wenn dann nach über 50 Jahren eine Erkrankung kommt, die einem sagt:“ Dies oder das darfst du nicht mehr essen oder trinken; wenn Nutella nahezu tabu ist und Fleisch & Co als Fehlernährung gilt!“ dann kommt man schon mal an seine Grenzen.

Aber so ist es ja nicht! Ein Arzt sagte mir mal: „Es ist für dich schädlicher nur das zu essen und zu trinken, gegen das sich dein Körper mit aller Gewalt wehrt, als das zu essen was eigentlich schädlich für dich ist, dein Körper es aber als Genuss sieht!“

Man muss seinen eigenen Weg in Sachen Ernährungsdiäten finden und dann kann man Essen auch wieder als Genuss empfinden! Und ich persönlich glaube es ist der einzige Weg, um auch dann noch glücklich mit sich selbst sein zu können!