Chewie, ein Pferd und ich

Über mich habe ich den Blogbeiträgen bereits einiges erzählt, so daß ich hier darauf verzichten möchte. Über meine tierischen Begleiter jedoch habe ich bisher wenig geschrieben und möchte dies nun an dieser Stelle nachholen.

Chewie ist ein Mischlingsgsrüde. Sein Vater ein franz. Bullimix und seine Mutter äußerlich eine Mischung eines kleinen Jack Russel und irgendwas….wie ich nun seit einigen Monaten weiß ist das „Irgendwas“ mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Dackel! Chewie’s Vorderbeine stehen ab Ellenbogen im 45 GradWinkel nach außen ab. Außerdem sind seine Pfoten genauso groß/lang wie sein Oberarm. Er hat im Verhältnis zu seiner Körpergröße wirklich sehr große Pfoten. Für mich steht fest, Chewie ist ein DackelMix. Nicht das ich Dackel nicht mögen würde, aber wer, wie ich nahezu dreizig Jahre so in sich ruhende Seelentröster wie weiße Schäferhunde um sich hat, für den ist das Dackelgemüt schon eine Herausforderung.

Dackel, das ist die Hundrasse, von denen Martin Rütter sagt, das sie an keinem Erdloch vorbeigehen können, ohne die Belegung zu kontrollieren. Rütter zeichnet uns ein Bild dieser Rasse, welches uns Dackel in frecher Lederjacke zeigt. Hunde voller Elan, immer aufmerksam. Sehr besitzergreifend, zeitweise sehr stur, schwierig zu erziehen aber mit viel Charme und Liebe zu ihren Menschen her ausgestattet, aber Dackel entscheiden auch selbstständig was sie tun, ob sie es tun und vorallem wann sie es tun. Mit den vorgenannten Rasseeigenschaften kann ich nahezu zu 100% behaupten…..Chewie ist ein Dackel!

Bevor ich mir ernsthafte Gedanke über Chewie’s Rasseabstammung gemacht habe, habe ich mich monatelang nur gewundert über sein Verhalten. Definitiv benahm er sich nicht wie ….. handelsübliche …. Welpen. Wenn Chewie nicht Chewie heißen würde und man ihn nach seinen Verhalten benennen würde, dann müsste man ihn „so und nicht anders“ rufen. Chewie setzte bereits mit 8 Wochen Maßstäbe. Unter anderen verbannte er seinen Vater Yohda, 2 Sek nach seinem Einzug bei uns, auf den untersten Platz der Nahrungskette. Dieser Zustand, sprich diese Herdenstruktur hat sich seitdem nicht geändert, obwohl Yohda so manchen Anlauf unternommen hat, um wieder eine Etage aufzusteigen.

Mit etwas über 3 Monaten hob Chewie beim Pinkeln sein Bein. 1 Woche später markierte er alle Stellen an denen Yohda sich ausgelassen hatte. Er markierte nicht die Stellen von Boris. Ich erklärte es damit, das er eben mit 2 ausgewachsenen Rüden zusammen lebt und es sich abgeguckt hat. Zu dieser Zeit waren beide Hoden bereits gefallen und deutlich zu erkennen. Mit guten 4 Monaten wechselte sein Gebiss innerhalb nur weniger Wochen. Denke es waren weniger wie 3 Wochen. Und mit all den frühreifen Verhalten ging es weiter. Sagte ich schon das Chewie am 17.Januar 2021 geboren wurde. Heute ist er also gerade mal 8 Monate alt, benimmt sich aber wie ein Alter. Mir wird jetzt schon ganz komisch, wenn ich an seine Pubertät denke, die müsste ja nun bald beginnen, da er ja in allen Dingen viel zu früh dran war.

Ich muss es wohl zugeben, Chewie ist ein Hund nach meinem Geschmack. Lässt man mal das Dackel Getue bei Seite ist Chewie sehr witzig, absolut solidarisch, sehr selbstständig, Entscheidungsfreudig, völlig angstfrei, mutig und verschmust. Er verknüpft gedanklich nicht nur, nein manchmal kommt es mir echt so vor, als würde er tatsächlich selbstständig denken und sich einen Plan machen. Obwohl er ganz anders als Boris ist, hat er bereits jetzt schon das Zeug, um Boris Nachfolge anzutreten. Ich glaube, wenn Chewie über roundabout 3 Monate mit mir zum Gardasee reist, wird ein Band zwischen uns entstehen, welches kaum noch zu lösen wäre.

Kommen wir nun zu dem Pferd, welches mich ja noch nicht gefunden den hat. Ich glaube es wird ein älteres Pferd sein, so 15-19 Jahre. Ich denke auch das es eine Stute sein wird, die vielleicht in ihrem Leben nicht sehr viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Vielleicht eine Zuchtstute, die wenig geritten worden ist, stattdessen viele Fohlen das leben geschenkt hat. Mit 15-19 Jahren ist sie ruhig und gelassen. Ein Pferd das sich nicht mehr über Kleinigkeiten aufregt, die aber neugierig auf mich und meine Trainingsmethoden reagiert und trotz ihres Alters noch eifrig täglich dazulernen will. Sie wird sensibel sein, um mein Handicap zu erkennen und mir helfen es auzugleichen. Im Gegenzug werde ich ihr zeigen, wie schön es ist, nur mit einem Halsring geritten zu werden. Ich werde ihr vertrauen und sie wird mich nicht enttäuschen. Ich glaube sie wird ein kleines Pferd sein. Nicht größer als 1,50m. Sie wird ein stabiles Fundament haben, vielleicht sogar etwas rundlich sein. Aufgrund ihrer geringen Größe wird sie mit der Hinterhand weit unter sich greifen können und mir damit einen angenehmen Sitz bescheren.

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