22 Okt, 2021

Lebensphilosophie

Meine Lebensphilosophie hat was zu tiefst romantisches. Irgendwie wurde ich im falschen Jahrtausend geboren, oder ich war schon mal im 19.Jahrhundert auf dieser Welt und wurde wiedergeboren, 1961, aber eigentlich bin ich irgendwie immer noch im 19.Jahrhundert stecken geblieben. Ich liebe die Kleidung dieser Zeit, die total romantische Vorstellung in einem Tipi leben zu können, auch wenn es für unsere Zeit, heute, völlig absurd klingt, aber ich war immer nur für kurze Zeiträume im Hier und Jetzt. Die meiste Zeit meines Lebens habe ich im 19. Jahrhundert verbracht und deshalb war ich immer anders als andere und meist wurde ich in meinem Leben auch völlig falsch verstanden.

Ich bin einer der Menschen, der Dinge nur aus einem einzigen Grund hortet, um sie irgendwann zu verschenken. Ich habe schrecklichen Spaß dabei, Dinge zu verschenken, vor allem Dinge, die ich selbst gemacht habe. Es hat mir nie wirklich etwas aus gemacht, keine Reichtümer zu besitzen und auch der konstante Mangel an Geld, belastet mich nicht wirklich, solange meine Hunde täglich ihr Futter bekommen, Tierarztrechnungen bezahlt werden können und wir unsere Freiheiten auch ausleben können.

Ich bin leidenschaftlicher Camper und wer nun glaubt ich besitze einen tollen Camper der irrt! Ich besitze ein Klappzelt. Ein Zelt auf einem Anhänger, welches man aufklappen kann und dann zwei Schlafplätze hat. In ihm kann ich alles verstauen, was man für das tägliche Überleben braucht…mehr aber auch nicht und da wären wir beim nächsten Punkt meiner Lebensphilosophie, dem Besitz. Ich besitze wenig, meist sind es Dinge, die ich für meine Tiere benötige. Ich besitze einen Westernsattel und der ist mir auch sehr wichtig und Utensilien für die Hufpflege. Ich besitze Küchenutensilien, die ich beim Camping genauso benutze wie Zuhause. Ich besitze Sommer- und Winterkleidung, nicht viel, weil ich eh viel lieber in meinem Leder-Indianer-Kleid rumlaufe und ich besitze drei Hunde, die meine Seelentröster, meine Partner, meine Lieben sind und ich besitze 2 sehr enge Freundschaften zu 2 Menschen, ohne die ich mir mein Leben nicht vorstellen könnte.

Meine Lebensphilosophie ist geprägt von Freiheit, um die ich sehr kämpfen musste. Ein selbst bestimmtes Leben zu führen ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach. Man ist eingebunden in eine soziale Gesellschaft, die Menschen, die gerne die Freiheit auch leben, die uns die Demokratie schenkt, völlig missverstehen. Freiheit ist nicht nur grenzenlos hingehen zu können, wo man will, sondern bedeutet auch sagen und handeln zu können, wie man möchte, aber auch niemals andere durch die eigene Handlung zu verletzen. Freiheit bedeutet für mich, mir selber auch genug zu sein. Alleinsein nicht als Einsamkeit zu empfinden; Gesellschaft in mitten von anderen Menschen als Geschenk und nicht als Bürde zu nehmen. Menschen in ihrer unterschiedlichen Art und Weisen und ihren Kulturen verstehen zu wollen. Offen für neues zu sein und gleichzeitig das bewährte alte nicht zu verurteilen und vor allem nicht zu vergessen, woher man kommt und was einem alles auf dem Weg ins JETZT begegnet ist. Denn nur durch all die Ereignisse, Verluste, Glücksmomente und magische Augenblicke, ist man das geworden, der man heute ist. Das Leben hat einem geprägt und tut es noch…jeden Tag!

Und deshalb mag ich stille Momente am Lagerfeure, wilde Ausritte um den Kopf frei zu bekommen und Freiheit fühlen zu können. Ich mag die wenigen Dinge, die mir wichtig sind, weil sie mein Leben spiegeln.

Und ich mag die Menschen, die bereit sind mich ein Stück meines Weges zu begleiten!

22 Okt, 2021

Pferde haben Seele

So zugewandt wie Pferde uns Menschen gegenüber auch sind…es muss uns klar werden, dass gerade diese Zuneigung der Pferde zu uns Menschen, gerade auch ihr wunder Punkt ist!

Pferde haben Seele, die uns Menschen anspricht, uns in ihrer Nähe das Gefühlt gibt, in Sicherheit zu sein; mit ihnen können wir Freiheit nicht nur erleben, sondern auch tief in uns fühlen.

Es sind wunderbare stolze, erhabene und freiheitsliebende Wesen, die und trösten und unsere eigenen Verletzungen heilen lassen können.

Der Duft eines Pferdes heilt meine Seele…immer wieder und sehr zuverlässig

Und wie bei uns Menschen sind seelische Verletzungen bei Pferden, wie auch beim Menschen, äußerlich nicht erkennbar….dennoch sind sie da und sollten von uns bedacht werden.

Während meiner Kommunikationen mit Pferden habe ich so manchen Aufschrei wahrgenommen und versucht die Ursache zu beseitigen. Nicht allen konnte ich helfen….warum, weil ich mit meinem Wissen, welches ich von den Pferden bekommen habe, an die Besitzer ran musste und so mancher Besitzer war völlig entsetzt über meine Aussage, weil vielleicht auch die Ursache gerade bei ihm lag und wer gibt schon gerne zu, Fehler gemacht zu haben.

Manchmal aber sind es nur Kleinigkeiten, die abgestellt werden müssen und dann habe ich dem Pferd auch geholfen.

Ja die Seelen der Pferde sind genauso individuell wie die von Menschen.

Pferde sind generell recht leidensfähig, aber auch ihre Geduld mit uns Menschen ist irgendwann mal am Ende angekommen.

Und damit wären wir auch schon an dem Punkt, der mir ganz arg wichtig ist, nämlich das eine Beziehung zwischen einem Pferd und einem Menschen oft so ist, dass das Pferd eher dem Menschen hilft, als der Mensch dem Pferd!

Nicht jeder Reiter ist auch gleichzeitig ein Pferdemensch und nicht jeder Pferdemensch ist auch gleichzeitig ein guter Reiter! Nach 54 Jahren mit Pferden, kenne ich tatsächlich nur sehr wenige Pferdemenschen, denn auch die Menschen, die sich selbst für Pferdemenschen halten, sind es nicht…leider!

Ich kann nicht einmal von mir selbst behaupten ob ich ein Pferdemensch bin! Ich glaube meine Voraussetzungen, die ich über meine Gene mit auf diese Welt gebracht habe, waren sehr gut. Dazu kam, dass ich gerne beobachte, Veränderungen sehr schnell wahrnehme und bedingt durch meine eigene Geschichte, seelische Verletzungen gut deuten kann.

8 Okt, 2021

Chewie, ein Pferd und ich

Über mich habe ich den Blogbeiträgen bereits einiges erzählt, so daß ich hier darauf verzichten möchte. Über meine tierischen Begleiter jedoch habe ich bisher wenig geschrieben und möchte dies nun an dieser Stelle nachholen.

Chewie ist ein Mischlingsgsrüde. Sein Vater ein franz. Bullimix und seine Mutter äußerlich eine Mischung eines kleinen Jack Russel und irgendwas….wie ich nun seit einigen Monaten weiß ist das „Irgendwas“ mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Dackel! Chewie’s Vorderbeine stehen ab Ellenbogen im 45 GradWinkel nach außen ab. Außerdem sind seine Pfoten genauso groß/lang wie sein Oberarm. Er hat im Verhältnis zu seiner Körpergröße wirklich sehr große Pfoten. Für mich steht fest, Chewie ist ein DackelMix. Nicht das ich Dackel nicht mögen würde, aber wer, wie ich nahezu dreizig Jahre so in sich ruhende Seelentröster wie weiße Schäferhunde um sich hat, für den ist das Dackelgemüt schon eine Herausforderung.

Dackel, das ist die Hundrasse, von denen Martin Rütter sagt, das sie an keinem Erdloch vorbeigehen können, ohne die Belegung zu kontrollieren. Rütter zeichnet uns ein Bild dieser Rasse, welches uns Dackel in frecher Lederjacke zeigt. Hunde voller Elan, immer aufmerksam. Sehr besitzergreifend, zeitweise sehr stur, schwierig zu erziehen aber mit viel Charme und Liebe zu ihren Menschen her ausgestattet, aber Dackel entscheiden auch selbstständig was sie tun, ob sie es tun und vorallem wann sie es tun. Mit den vorgenannten Rasseeigenschaften kann ich nahezu zu 100% behaupten…..Chewie ist ein Dackel!

Bevor ich mir ernsthafte Gedanke über Chewie’s Rasseabstammung gemacht habe, habe ich mich monatelang nur gewundert über sein Verhalten. Definitiv benahm er sich nicht wie ….. handelsübliche …. Welpen. Wenn Chewie nicht Chewie heißen würde und man ihn nach seinen Verhalten benennen würde, dann müsste man ihn „so und nicht anders“ rufen. Chewie setzte bereits mit 8 Wochen Maßstäbe. Unter anderen verbannte er seinen Vater Yohda, 2 Sek nach seinem Einzug bei uns, auf den untersten Platz der Nahrungskette. Dieser Zustand, sprich diese Herdenstruktur hat sich seitdem nicht geändert, obwohl Yohda so manchen Anlauf unternommen hat, um wieder eine Etage aufzusteigen.

Mit etwas über 3 Monaten hob Chewie beim Pinkeln sein Bein. 1 Woche später markierte er alle Stellen an denen Yohda sich ausgelassen hatte. Er markierte nicht die Stellen von Boris. Ich erklärte es damit, das er eben mit 2 ausgewachsenen Rüden zusammen lebt und es sich abgeguckt hat. Zu dieser Zeit waren beide Hoden bereits gefallen und deutlich zu erkennen. Mit guten 4 Monaten wechselte sein Gebiss innerhalb nur weniger Wochen. Denke es waren weniger wie 3 Wochen. Und mit all den frühreifen Verhalten ging es weiter. Sagte ich schon das Chewie am 17.Januar 2021 geboren wurde. Heute ist er also gerade mal 8 Monate alt, benimmt sich aber wie ein Alter. Mir wird jetzt schon ganz komisch, wenn ich an seine Pubertät denke, die müsste ja nun bald beginnen, da er ja in allen Dingen viel zu früh dran war.

Ich muss es wohl zugeben, Chewie ist ein Hund nach meinem Geschmack. Lässt man mal das Dackel Getue bei Seite ist Chewie sehr witzig, absolut solidarisch, sehr selbstständig, Entscheidungsfreudig, völlig angstfrei, mutig und verschmust. Er verknüpft gedanklich nicht nur, nein manchmal kommt es mir echt so vor, als würde er tatsächlich selbstständig denken und sich einen Plan machen. Obwohl er ganz anders als Boris ist, hat er bereits jetzt schon das Zeug, um Boris Nachfolge anzutreten. Ich glaube, wenn Chewie über roundabout 3 Monate mit mir zum Gardasee reist, wird ein Band zwischen uns entstehen, welches kaum noch zu lösen wäre.

Kommen wir nun zu dem Pferd, welches mich ja noch nicht gefunden den hat. Ich glaube es wird ein älteres Pferd sein, so 15-19 Jahre. Ich denke auch das es eine Stute sein wird, die vielleicht in ihrem Leben nicht sehr viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Vielleicht eine Zuchtstute, die wenig geritten worden ist, stattdessen viele Fohlen das leben geschenkt hat. Mit 15-19 Jahren ist sie ruhig und gelassen. Ein Pferd das sich nicht mehr über Kleinigkeiten aufregt, die aber neugierig auf mich und meine Trainingsmethoden reagiert und trotz ihres Alters noch eifrig täglich dazulernen will. Sie wird sensibel sein, um mein Handicap zu erkennen und mir helfen es auzugleichen. Im Gegenzug werde ich ihr zeigen, wie schön es ist, nur mit einem Halsring geritten zu werden. Ich werde ihr vertrauen und sie wird mich nicht enttäuschen. Ich glaube sie wird ein kleines Pferd sein. Nicht größer als 1,50m. Sie wird ein stabiles Fundament haben, vielleicht sogar etwas rundlich sein. Aufgrund ihrer geringen Größe wird sie mit der Hinterhand weit unter sich greifen können und mir damit einen angenehmen Sitz bescheren.

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6 Okt, 2021

Trek of indian hearts

Ein Herzensprojekt vom ersten Augenblick an

Noch sind die Planwagen leer, aber in den nächsten Monaten werden sie sich füllen und mit starken Pferden bestückt werden, um den Treck der indian hearts zu beginnen.
Sie werden mir und Odd’L folgen auf dem Weg über die Alpen bis zum Gardasee!


Für manche wird es vielleicht die letzte Reise sein, aber was spielt das schon für eine Rolle, in Anbetracht der Tatsache das mit dieser Reise Herzenswünsche in Erfüllung gegangen sind.

Wenn atemberaubende Ausblicke, Stille Augenblicke am Lagerfeuer und jeder Meter des Weges die Seele und das Herz jedes Einzelnen erfüllen wird? Wenn Natur, grenzenlose Freiheit und das Bewusstsein das jeder von uns ein Teil dieser Erde ist, von uns Besitz nimmt und die Sorgen des Alltags nur mühsam hinter unserem Trek der Herzen Schritt halten können, dann ist das wohl genau die Lebensphilosophie, nach dem wir alle streben sollten, denn sie ist frei von Hass, Anfeindungen und Verleugnung.


Bei dem Trek der indian hearts geht es um das Wesentliche im Leben. Nicht jeder wird es finden, aber der Versuch ist es auf jeden Fall wert;

Meldet euch, um mich und Odd’L zu begleiten! Träumt nicht länger, meldet euch und damit ist der 1.Schritt bereits getan. Meldet euch auch dann, wenn ihr weder Pferd noch Kutschen oder Planwagen habt!
Open range…für alle Bereiche!

und bitte erzählt allen Leuten, die ihr kennt von uns und unserem Vorhaben. Jeder, aber auch jeder soll die Chance bekommen ein Stück des Weges mit uns zu gehen!

in diesem Sinne….wir sehen uns auf dem Trek der Indianischen Herzen!